Verleihung des Gustav-Regler-Preises 2017

Montag, 29 Mai 2017

Alle drei Jahre wird der Gustav-Regler-Preis – immer zum Geburtstag Gustav Reglers zur Würdigung seines Werkes und Lebens – durch die Kreisstadt Merzig verliehen, unterstützt vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes im Rahmen seiner Programmreihe 
„Courage – Respekt, Toleranz, Verantwortung“.

 Am Sonntag, 28. Mai 2017, hatten sich zahlreiche Gäste in der Stadthalle der Kreisstadt Merzig eingefunden, dem Festakt beizuwohnen, bei dem der renommierte Literaturpreis an die diesjährigen Gewinner überreicht wurde.

Zur Begrüßung richtete Bürgermeister Marcus Hoffeld das Wort an die Gäste. Die Kreisstadt Merzig ist stolz, auch in diesem Jahr so begabte Autoren begrüßen zu dürfen, die das geistige Erbe von Gustav Regler weitertragen, in ihr Schaffen einfließen und auch neue Generationen daran teilhaben lassen, so Hoffeld.

Im Vorfeld hatte die Jury, bestehend aus dem vorherigen Preisträger, dem Bürgermeister der Kreisstadt Merzig, Marcus Hoffeld, und jeweils einem Vertreter/einer Vertreterin des Saarländischen Rundfunks von SR 2 KulturRadio, des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass, der Universität des Saarlandes, des saarländischen Schriftstellerverbandes, aus dem Bereich der Literatur von Elsass oder Lothringen sowie aus dem Bereich der Literatur aus Luxemburg, entschieden. Michael Kleeberg –  Romancier, Essayist und Übersetzer - und die österreichische Schriftstellerin Verena Mermer sind die diesjährigen Preisträger. Die Jury gab in der schriftlichen Entscheidung bekannt, dass sich Kleebergs Gesamtwerk unter anderem durch stoffliche Vielfalt, Engagement für Toleranz, Menschlichkeit und interkulturelle Verständigung – insbesondere im deutsch-französischen Literaturdialog – auszeichne. Zudem stehe er mit seinem Humanismus und realistischen Zeitbezug ganz in der Tradition Gustav Reglers.

Den Gustav-Regler-Förderpreis des Saarländischen Rundfunks in Höhe von 4.000 Euro erhielt die österreichische Schriftstellerin Verena Mermer für ihren Text „Die Straßen Richtung Altstadt“. „Hier werden drei Zeitebenen in atmosphärisch dichter Sprache verschränkt: der Zweite Weltkrieg, das Jahr 1968 und die Gegenwart. Dadurch werden auf prägnante Art und Weise Erfahrungen von Gewalt und Ausgrenzung reflektiert“, so die Begründung der Jury.

Der Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commer?on, schloss sich Bürgermeister Marcus Hoffeld an und bestätigte, dass der Gustav-Regler-Preis einen ganz besonderen Stellenwert für sein Ministerium hat. Prof. Thomas Kleist, Intendant des Saarländischen Rundfunks, verdeutlichte, wie wichtig es ist, junge Autoren zu fördern und zu unterstützen. Diese Aufgabe hat der SR mit dem Gustav-Regler-Förderpreis dankbar angenommen.

Bei einer Literaturpreis-Verleihung darf natürlich auch die Laudatio nicht fehlen. Für Verena Mermer erklärte Dr. Anton Thuswaldner „Wie aus Gegenwart Literatur wird“ und die Lobrede auf Michael Kleeberg „Gerichtet wird die Welt ausschließlich durch die Kunst“ hielt Dr. Johannes Birgfeld.

Marcus Hoffeld überreichte die Auszeichnungen und gratulierte den beiden verdienten Gewinnern, die sich gegenüber einer starken Konkurrenz hervorragend durchsetzen konnten, herzlich. Diese bedankten sich bei der Jury, den Sponsoren, der musikalischen Begleitung durch „Talking Earth Trust“ und nicht zuletzt der Kreisstadt Merzig, die durch ihr Engagement im Namen des berühmten Sohnes ihren festen Platz in der literarischen Welt mehr als verdient hat.

Die Verleihung des nächsten Gustav-Regler-Preises wird wieder 2020 stattfinden.

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