Arbeiten am Wolfspark werden mit der Errichtung des Eingangs- und Informationsgebäude fortgeführt

Mittwoch, 3 Mai 2017

Nach erfolgreicher Umsetzung der ersten beiden Bauabschnitte haben nun die Arbeiten zur Komplettierung dieses wichtigen, über die Landesgrenzen hinaus bedeutsamen Projektes begonnen. Mit dem Spatenstich für das Infogebäude am „Wolfspark Werner Freund Merzig“ wird nun der 3. und damit letzte Bauabschnitt des Umbaus eingeläutet.

„All diese Maßnahmen sind nur möglich“, so Bürgermeister Marcus Hoffeld, „da das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr einen 70 prozentigen Zuschuss im Rahmen der Tourismusförderung für die gesamte Baumaßnahme beisteuert. Die Kreisstadt Merzig ist daher sehr stolz und dankbar, dass der Wolfspark Werner Freund Merzig so umfangreich aus Landesmitteln gefördert wird.“

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zeigt sich erfreut, mit einem weiteren Zuschuss in Höhe von 640.000 Euro ein für das Saarland so wichtiges touristisches Projekt zu unterstützen. „Der Wolfspark Werner Freund Merzig ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und ein echter Besuchermagnet“, so die Ministerin. „Mit dem 3. Bauabschnitt werden die zukunftsträchtigen Maßnahmen in die Weiterentwicklung des Parks erfolgreich fortgesetzt.“

Das moderne und zeitgemäße Infohaus, das im südlichen Teil des Wolfsparks entsteht, ermöglicht den zahlreichen Besuchern, u.a. die Arbeit mit den Wölfen aus nächster Nähe kennenzulernen und Einblicke in die Forschungsarbeit von Werner Freund zu gewinnen. Freund, der am 9. Februar 2014 verstarb, war Gründer und Initiator des Wolfsgeheges in Merzig. Sein „Erbe“ zu bewahren, und die für sich sprechenden jährlich steigenden Besucherzahlen, haben die Kreisstadt Merzig dazu bewogen, den Wolfspark Werner Freund stetig weiter als touristische Attraktion auszubauen. Im neuen Infohaus sollen zukünftig auch Souvenirs verkauft werden. Zudem wird der NABU, der im Wolfspark Werner Freund Merzig über das Projekt „Willkommen Wolf“ informiert, gleichzeitig wichtige Aufklärungsarbeit leisten, um „alten Ängsten, Märchen und Mythen um den Wolf“ entgegenzuwirken.

Neben dem Eingangs- und Informationsgebäude für die Besucher, für das Baukosten in Höhe von ca. 128.000 Euro angesetzt sind, werden auch erstmalig Personalräume entstehen. Was vor Jahren noch von ehrenamtlichen Helfern geleistet werden konnte, wird heute - dank der Entwicklung des Wolfsparks zum Besuchermagneten - von zwei Vollzeitkräften sowie drei weiteren Teilzeitkräften geleistet. Durch die Einstellung eines festen Personalstamms durch die Kreisstadt Merzig ist die Schaffung von Sozialräumen für das Personal unabdingbar. Laut Planung der Stadtverwaltung erfolgt hierfür ein Anbau an das bestehende WC-Gebäude.

Zudem erfolgt im Bereich der Zufahrt und des Parkplatzes eine Optimierung. Hier werden ca. 215.000 Euro in die Verbesserungen der Zuwegung sowie in Beschilderungen von Behinderten- und Mutter-Kind-Parkplätzen investiert. Zudem müssen Ver- und Entsorgungsanschlüsse zum neuen Eingangsgebäude verlegt werden.

Auch die von Werner Freund eingeführten Besuchervorträge und Schaufütterungen sollen weiterhin Bestandteil des Konzeptes bleiben. „Ich bin außerordentlich froh, dass es uns nach konzeptionellen Umstellungen und mehreren Gesprächen gelungen ist, den Besuch des Wolfsparks weiterhin ohne Eintritt zu ermöglichen“, so Bürgermeister Hoffeld. „Gerade auch für die Vielzahl der Wanderer des Premiumwanderweges „Wolfsweg“ sowie die Merziger Bürgerinnen und Bürger war uns das besonders wichtig“, so Hoffeld weiter.

Im Rahmen des 3. Bauabschnittes wird für die Besucher eine überdachte „Bühne“ mit Sitzgelegenheiten errichtet. Sie lädt zum Verweilen und Beobachten ein und dient gleichzeitig auch größeren Besuchergruppen, wie z.B. Schulklassen, als Versammlungspunkt, für Vorträge und zur Beobachtung von Schaufütterungen. Die Bühne ist durch zwei Rampen auch für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zugänglich. An der Rückwand der Bühne sollen Informationstafeln angebracht werden, die über den Park und das Leben von Werner Freund informieren. Hier entstehen Baukosten in Höhe von ca. 10.000 Euro.

Die Maßnahmen sollen den Wolfspark, in dem heute in erster Linie Tatjana Schneider für die Wölfe verantwortlich ist, noch attraktiver werden lassen.

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