"Zauberlehrling" in der Stadtbibliothek

Dienstag, 1 Dezember 2015

Am Dienstag, dem 17.11.2015 konnte man in der Stadtbibliothek Merzig den „Zauberlehrling“ in besonderer Form genießen. Bei Manfred Künstlers Version dieses Spektakels handelt es sich nämlich um ein Puppenspiel der außergewöhnlichen Art. Bei beiden Vorstellungen ist der Saal proppenvoll.

Die Ballade, die den meisten Leuten ein Begriff ist, wird hier mit deutlich mehr Hintergrund erzählt.

So beginnt die Geschichte mit einem morgendlichen Gespräch zweier Erwachsener. Sie haben einen Brief erhalten, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass ihr Sohn eingeladen ist, bei einem Zaubermeister das Handwerk zu erlernen. Conrad begibt sich also auf die Reise zum Schloss des Zaubermeisters.

Dort angekommen freundet sich der Junge sehr schnell mit den Geistern an, die im Schloss des Meisters leben. Diesen sitzt der Schalk im Nacken. Sie überreden ihn gegen das Verbot zu handeln. Als der Magier am nächsten Tag verreist, ist der Gedanke aber auch zu verlockend mal einige Zaubertricks auszuprobieren und so belegt Conrad den Besen mit einem Zauber, trotz strengsten Verbotes. „Walle! Walle! Manche Strecke, dass, zum Zwecke, Wasser fließe und mit reichem, vollem Schwalle zu dem Bade sich ergieße!“

Und so kommt es wie es kommen muss, das Ganze läuft aus dem Ruder, da Conrad den Umkehrzauber vergessen hat. Seine handgreifliche Attacke mit dem Beil führt lediglich dazu, dass sich der Besen teilt und die doppelte Menge Wasser fließt.

Schon sehr bald merkt Conrad, dass er besser auf den Herrn des Hauses gehört hätte.
Schlussendlich erscheint der große Meister und rettet die Situation.

Künster erzählt die Geschichte mit viel Witz und Geist, untermalt von passender Musik.

Dass die Vorstellung beeindruckend war, erkennt man vor allem an den Reaktionen der Kinder, die voll in die Geschichte integriert wurden und am Ende laut applaudierten.

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