Lärmschutz

Diese Lärmkarten für Merzig sowie weitere Informationen zur weiteren  Vorgehensweise bei der Lärmaktionsplanung können nun im Internet unter www.laermkartierung-saarland.de eingesehen werden.

Lärmschutz

Umgebungslärmrichtlinien

Straßenverkehr

Am 30. Juni 2005 ist der 6. Teil des Bundes-Immissionsschutzgesetzes mit der Überschrift „Lärmminderungsplanung“ in Kraft getreten

Dieser Teil dient der Umsetzung der EG-Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm.Für die Erstellung der entsprechenden Lärmkartierung für die erste Umsetzungsstufe im Saarland hat das Umweltministerium gemeinsam mit dem saarländischen Städte- und Gemeindetag die Fachhochschule in Birkenfeld beauftragt. Diese Kartierung für alle Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 16.000 Fahrzeugen am Tag wurde am 05. Juli 2007 offiziell vorgestellt.

Die Kreisstadt Merzig ist demnach mit zwei Straßenabschnitten betroffen ( BAB 8 zwischen Mechern-Niederau und Anschlussstelle Merzig und L 157 zwischen der Anschlussstelle Merzig und dem Kreisverkehrsplatz im Bereich der Bahnunterführung Richtung Innenstadt Merzig).

Diese Lärmkarten für Merzig sowie weitere Informationen zur weiteren  Vorgehensweise bei der Lärmaktionsplanung können nun im Internet unter www.laermkartierung-saarland.de eingesehen werden.

„§ 47c des Bundes-Immissionsschutzgesetzes verpflichtet die zuständigen Behörden zur Ausarbeitung von Lärmkarten. In der 2. Stufe war die Lärmkartierung bis zum 30. Juni 2012 für die folgenden Hauptlärmquellen durchzuführen:

Ballungsräume > 100.000 Einwohnern
Hauptverkehrsstraßen > 3 Mio. Fahrzeugen jährlich
Haupteisenbahnstrecken > 30.000 Zügen jährlich
Großflughäfen > 50.000 Flugbewegungen jährlich

Den überwiegenden Teil der zu kartierenden Lärmquellen bildeten auch in der 2. Stufe die Hauptverkehrsstraßen. Dabei waren folgende Straßen zu unterscheiden:
Bundesautobahnen:  240 km
Bundesstraßen:  230 km
Landesstraßen:  400 km
Kommunale Straßen: 15 km
Gesamt:   885 km

Darüber hinaus sind ca. 260 km Haupteisenbahnstrecken durch das Eisenbahnbundesamt zu kartieren.

Die Ergebnisse der Lärmkartierung der 2. Stufe für Merzig können Sie sich hier ansehen.

 

Öffentliche Auslegung im Rahmen der Bürgerbeteiligung bis einschließlich 3. August 2017

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wird der Entwurf der Lärmaktionsplanung, 2. Stufe, im Internet (Kästchen rechte Seite) und im Rathaus, Brauerstr. 5, Ressort 30, Fachbereich 311 (Stadtplanung und Umwelt), Schaukasten neben Zimmer 234 vom 6. Juli 2017 bis einschließlich 3. August 2017 öffentlich ausgelegt.

DB Lärmsanierung

Im Zuge der freiwilligen Lärmsanierungsmaßnahmen der DB an Schienenwegen des Bundes führte die DB ProjektBau GmbH in den Jahren 2010 und 2011 Bedarfsanalysen und Lärmberechnungen an der Schienenstrecke Saarbrücken-Trier durch.

Untersucht wurden Grenzwertüberschreitungen durch Lärmimissionen an Wohngebäuden oder Gebäuden in Bebauungsplänen welche vor dem 1.4.1974 (Inkrafttreten den Bundesimmissionsschutzgesetzes) errichtet wurden.

Demnach würden entlang der Schienenstrecke innerhalb der Gemarkung Merzig auf einer Strecke von ca. 2,2 km; innerhalb der Gemarkung Besseringen auf einer Strecke von ca. 2,9 km aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen eingerichtet und voll- bzw. teilfinanziert werden.

Als wirtschaftlichste und wirkungsvollste aktive Lärmschutzmaßnahme werden vom Projektträger Lärmschutzwände von 3 m Höhe ab Gleisbett vorgeschlagen. (Fotomontage: DB Projektbau)

Die Finanzierung dieser aktiven Lärmschutzmaßnahme übernimmt zu 100 % der Bund.

Passive Maßnahmen wären Lärmschutzfenster und/oder Rolladendämmungen bzw. Lärmschutzbe- und entlüfter für der Bahn zugewandte Schlafräume.

Diese passiven Maßnahmen werden bei betroffenen Häusern - sofern gewünscht - zu 75 % vom Bund bezuschusst. Der 25%ige Eigenanteil (Wertsteigerung der Immobilie) ist dann vom Hausbesitzer zu erbringen.

Durch Umschichtungen und Planänderungen der DB ProjektBau kann - entgegen der ursprünglichen Planung - eine Realisierung der Maßnahmen vom Jahr 2017 auf das Jahr 2015 vorgezogen werden.

Aus diesem Grund sollten die erforderlichen Abstimmungen mit Politik und Bevölkerung (Vorstellung der möglichen Maßnahmen, Darstellung der Lärmminderungseffekte, Information über bezuschusste passive Maßnahmen) möglichst zeitnah durchgeführt werden.

Im Rahmen einer öffentlichen, von der DB und der Kreisstadt Merzig gemeinsam organisierten, Bürger-Informationsveranstaltungen am 18. Juni 2012 in Merzig und am 19. Juni 2012 im Bürgerhaus Besseringen wurde die interessierte Bevölkerung über die geplanten Maßnahmen informiert. Die vorgestellten Lärmschutzmaßnahmen wurden einhellig begrüßt.

Beide Ortsräte nahmen die Planungen (in Besseringen mit einigen Ergänzungsvorschlägen) zustimmend zur Kenntnis.

Im Rahmen einer Bürgerfragestunde des Ortsrates Besseringen am 18.09.2012 äußerte sich ein Bürger aus der Straße  Am Königsfeld kritisch gegenüber der Planung und regte eine weitere Bürgerbeteiligung in Form einer Bürgerbefragung der betroffenen Anlieger analog der Gemeinde Mettlach an. Es sollte per Fragebogen abgestimmt werden, ob die Planung der DB ab 2015 umgesetzt werden soll. Der Ortsrat unterstützte einstimmig diese Anregung und bat die Verwaltung die DB-ProjektBau diesbezüglich zu informieren.

Der Ausschuss für Klima- und Umweltschutz, Nachhaltige Entwicklung und Standtplanung schloss sich in seiner Sitzung vom 11. Oktober 2012 dieser Auffassung an.

Daraufhin entschied der städtische Ausschuss für Klima- und Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung und Stadtplanung, der Deutschen Bahn die Planung dieser „großen Lösung“ zu empfehlen.

Zweite Bürger- Informationsveranstaltung

Für den 12. November 2012 wurde eine zweite Bürger - Informationsveranstaltung anberaumt. Die Planung wurde dabei erneut von Vertretern der DB-Projektbau GmbH vorgestellt und erläutert. Es bestand die Möglichkeit Fragen zu stellen und gegebenenfalls Ortstermine zu vereinbaren.

schriftliche Bürgerbefragung

Auf Grundlage der Lärm- Auswertungspläne der DB-Projektbau GmbH wurden 241 betroffene Objekte lokalisiert. 233 Eigentümer/Innen wurden ermittelt und am 22. Oktober 2012, mit Fragebogen und der Bitte um dessen Abgebe bis zum 15. November, angeschrieben. Das Ergebnis: Von 241 Angeschriebenen antworteten 144, 63 Prozent von ihnen sprachen sich für eine drei Meter hohe Lärmschutzwand aus.

In seiner Sitzung am 20. November 2012 hat der zuständige Ausschuss für Klima- und Umweltschutz, Nachhaltige Entwicklung und Stadtplanung des Stadtrates Merzig, abschließend über die Vorschläge der DB-Projektbau GmbH, die Ausgestaltung der aktiven Lärmschutzmaßnahmen an o.a. Strecke betreffend, beraten.

Der Beschluss lautet wie folgt:

Der Ausschuss für Klima- und Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung und Stadtplanung empfiehlt für den Stadtteil Besseringen einstimmig die Umsetzung der 3 m hohen Lärmschutzwand durch die DB und bittet um Beachtung der im Ortsrat geforderten Punkte (Vermeidung von Knalleffekten, Erhalt bzw. Wiederherstellung des Grünstreifens am Königsfeld, genaue Lageplandarstellung der Maßnahme). Zusätzlich soll die Bahn gebeten werden, die Fahrgeschwindigkeiten innerhalb der geschlossenen Ortschaft der Kreisstadt Merzig zu reduzieren. 

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