Fachmesse „IMMIGRA“ zum 3. Mal in der Merziger Stadthalle

Montag, 4 Dezember 2017

Am 30. November 2017 fand zum dritten Mal die Fachmesse „IMMIGRA“ in der Merziger Stadthalle statt. Bei der Messe handelt es sich um ein besonderes Veranstaltungskonzept, das aus einer Kombination von Fachtagung sowie Informations- und Beratungsbörse besteht. Ziel der „IMMIGRA“ ist es, die Integration und Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in Gesellschaft und Arbeitsmarkt zu verbessern. So werden beispielsweise Fragen zur Anerkennung von Berufsabschlüssen, zu Ausbildungsmöglichkeiten und zu beruflicher Qualifizierung thematisiert. Die „IMMIGRA“ soll helfen, das Leben in der Stadt besser zu verstehen. Zudem kamen die Besucher auf der Messe mit Fachleuten ins Gespräch und erhielten Antworten auf ihre individuellen Fragen: Wie finde ich eine Arbeit? Wie kann ich mich selbständig machen? Wie kann ich Deutsch lernen? Wie werde ich deutscher Staatsbürger? Was kann ich in der freien Zeit machen?

Eröffnet wurde die Fachtagung von Bürgermeister Marcus Hoffeld und Ministerin Monika Bachmann sowie durch Wolfgang Vogt vom IQ Landesnetzwerk Saarland. Die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und saarländische Integrationsbeauftragte Monika Bachmann betonte, dass die letzten Jahre bewiesen haben, dass die Menschen gerade hier im Saarland gewillt sind, die Willkommenskultur mit Leben zu erfüllen. Viele haben sich mit beispiellosem Engagement und großer Solidarität dafür eingesetzt, dass sich die Neuankömmlinge bei uns wohlfühlen und schnellstmöglich zurechtfinden. Gelingende Integration braucht Anerkennung, Akzeptanz und Unvoreingenommenheit im gesamten Lebensumfeld und das auf beiden Seiten. Die Weiterentwicklung der Integrationspolitik im Sinne einer Anerkennungs- und Willkommenskultur umfasst auch Erschließung von Potentialen und Kompetenzen hier lebender und neu zuwandernder Menschen mit Migrationshintergrund. Marcus Hoffeld betonte im Rahmen seiner Rede, dass sich in Merzig alle Menschen wohl und anerkannt fühlen sollen. Daher sieht er in einer Veranstaltung wie der „IMMIGRA“ eine hervorragende Möglichkeit, den Informationsaustausch zwischen den Arbeitsmarktakteuren, bereits hier lebenden Personen und Neuzugewanderten zu verbessern. Der Bürgermeister dankte den Organisatoren vom IQ Netzwerk, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, dem Ministerium für Wirtschaft Arbeit, Energie und Verkehr und den teilnehmenden Einrichtungen, ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht durchzuführen wäre. Die Moderatorin der Veranstaltung, die Integrationsbeauftragte der Kreisstadt Merzig, Heike Wagner, begrüßte unter den zahlreichen Gästen auch die Landtagsabgeordneten Martina Holzner und Frank Wagner sowie den Ortsvorsteher von Merzig, Manfred Klein. Der Koordinator des IQ Landesnetzwerk Saarland, Wolfgang Vogt, sprach in seiner Ansprache von einer guten Mischung aus Workshops und Vorträgen, die sich bisher bewährt hätten. Er bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei Bürgermeister Marcus Hoffeld, ohne den diese Veranstaltung in Merzig so nicht möglich sei.

Im Anschluss an die Fachtagung eröffneten Marcus Hoffeld und die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Anke Rehlinger, die Informations- und Beratungsbörse. Rehlinger: „Sprache und Beschäftigung sind der Schlüssel zu Integration und Teilhabe. Hier vermittelt die Informations- und Beratungsbörse im Rahmen der IMMIGRA wichtiges Wissen, etwa zu Sprachkursen oder Anerkennung der Ausbildung. Gleichzeitig bringt die Börse Menschen mit Migrationshintergrund in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern aus der Region. So hat sich die IMMIGRA hier in Merzig zu einer wertvollen Anlaufstelle für Menschen aus anderen Kulturkreisen entwickelt.“

Neben den etwa 50 Einrichtungen, bei denen sich die Gäste über vielfältige Themen informieren konnten, bot die „3.Merziger IMMIGRA“ ein vielseitiges Rahmenprogramm. Informationsvorträge gab es zu den Themen „Integration und Migration im ländlichen Raum“ von Prof. Dr. Birte Nienaber sowie zum Abschluss des Bertelsmann Projektes „Angekommen – und nun?“ mit Claudia Walther.

Bürgermeister Hoffeld stand zudem als persönlicher Ansprechpartner für Anliegen, Wünsche, Anregungen und Probleme zur Verfügung. Auch viele Unternehmen aus der Region nutzten die Gelegenheit, sich den Besucherinnen und Besuchern vorzustellen. Außerdem stießen die Workshops über die Themen „Familienzusammenführung“, „Selbständigkeit/Gründung eines Unternehmens“ und „Arbeitsrecht“ auf großes Interesse.

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